Skip Navigation Linksdefault

NBL_NABU Logokombi.jpg

Blumen für Bienen – Lebensräume für Bienen

Initiative „Bienenwiese Harmstorfer Weg"

 im Landkreis Lüneburg

 

Honigbienen und Wildbienen brauchen unsere Hilfe!   

Denn ihre Nahrungsquellen und Lebensräume gehen verloren:

  • durch Monokulturen 
  • durch den Einsatz von Pestiziden
  • durch Flächenversiegelung           

                                                                                                                                             

    Wir können ihnen helfen, indem wir ihre Lebensräume erhalten und neue schaffen:
  • durch die Anlage von Streuobstwiesen
  • durch landwirtschaftliche Blühstreifen
  • durch blühende Vielfalt in Gärten und Parks und…
  • Blumenwiesen mit Wildstauden als Nahrungspflanzen 
     


IMG_2754.jpg

 

Die „Bienenwiese Harmstorfer Weg" ist im Mai 2014 durch eine Dorf-Initiative von freiwilligen Naturschützern entstanden. Die Kerngruppe besteht aus zwei Initiatoren und einem Landwirt, mit einem Kreis von vier regelmäßigen Helfern. Die Initiative arbeitet mit der Kreisgruppe Lüneburg des NABU und ihrem 1. Vorsitzenden, einem Experten für Wildbienen, zusammen.   

Der Ort:

Die „Bienenwiese Harmstorfer Weg" in der Samtgemeinde Dahlenburg, Landkreis Lüneburg, ist ein Ort, an dem Blüten besuchende Insekten Nahrung und Unterschlupf finden.

Den 1000 Quadratmeter umfassenden Streifen Ackerland neben einer jungen Streuobstwiese hat der Landwirt Ulrich Meyer aus Harmstorf zur Verfügung gestellt. Der Boden dort muss nach den Richtlinien des „Bioland"-Verbands bewirtschaftet werden. Auf dem Gelände der Streuobstwiese haben Mitglieder der Kreisgruppe Lüneburg des NABU Nisthilfen für Wildbienen eingerichtet. Ein Imker hat am Ackerrand drei bis vier Bienenstöcke aufgestellt.                     

Unsere Ziele:

Ein Biotop für Honigbienen, Wildbienen und andere Blüten besuchende Insekten:

Auf der „Bienenwiese" soll sich eine möglichst große Anzahl verschiedener 

Blüh- und Heilpflanzen dauerhaft ansiedeln und den Blüten besuchenden Bienen 

und anderen Insekten bis in den Herbst hinein Nahrung bieten. 

 Ein Ort zum Lernen: 

Für alle, die etwas über das Verhalten verschiedener Bienenarten wissen und ihre Nahrungspflanzen kennenlernen wollen, weil sie ihren Hausgarten oder eine öffentliche Grünzone als Biotop für Blüten besuchende Insekten planen.  Für Schulklasse und andere Kinder- und Jugendgruppen Ein Ort zum Erkunden:

Wie sich die Pflanzen  auf der „Bienenwiese" langfristig verhalten und welche Insekten oder anderen Tiere hier einen Lebensraum finden, können alle Interessierten vor Ort erkunden.

Ein Ort zum Mitmachen.

Für die Anlage und Entwicklung der Blumenwiese werden Aktionen für Schulklassen oder andere Kinder- und Jugengruppen angboten. Für die Pflege sind möglichst viele Helfer willkommen.

Begleitende Aktionen für Wildbienen, Vögel und nützliche Kleinsäuger auf dem Acker werden von Mitarbeitern des NABU, einem unserer Kooperationspartner, angeboten.

Ein zweiter Kooperationspartner ist das Netzwerk Blühende Landschaft.

 

Was verstehen wir unter dem Begriff Bienenwiese?


Eine Bienenwiese soll ein Ort sein, in dem alle blütenbesuchenden Insekten Nahrung finden können. „Wiese“ bedeutet hierbei, dass sie vom Menschen angelegt und gepflegt wird, also kein natürlich gewachsenes Biotop ist. Die Pflege besteht darin, sie einmal im Jahr und zwar erst im Frühjahr, kurz vor dem Neuaustrieb, zu mähen, damit Insekten in den hohlen Stängeln überwintern können. Einige Wildbienenarten legen in den Stängeln ihre Eier ab, die neue Generation schlüpft erst im nächsten Frühjahr.

Sind die Charakterarten einer Wiese zum großen Teil die Gräser, tun wir unser Möglichstes genau diese von unserer Bienenwiese fernzuhalten. Unter unseren Bodenverhältnissen und unter den hohen Stickstoffeinträgen aus der Luft werden die Gräser so gefördert und die vielfach keinen Stickstoff vertragenden Blühpflanzen ihrerseits so geschwächt, dass in vielen neu angelegten wunderschönen Blumenwiesen schon nach kurzer Zeit die bunten Blumen wieder verschwunden sind. Man sieht dies auch an den Ackerrändern und Wegrainen, die in den letzten Jahren einen großen Teil ihrer blühenden Wildpflanzen eingebüßt haben.
Unser Ziel ist es mit der Bienenwiese einen Ort zu schaffen, der über einen längeren Zeitraum in sich stabil bleibt und hier eine große Anzahl verschiedener Blühpflanzen dauerhaft anzusiedeln. Er soll beispielgebend sein, auch auf wesentlich kleineren Flächen, etwa im Hausgarten nachgeahmt werden können.

Wie können wir uns vor einem Überwuchern der Gräser schützen?


Aus den Berichten über die Anlage von Blumenwiesen anderer Naturschutzorganisationen konnten wir entnehmen, dass die Bodenvorbereitung nicht gründlich genug durchgeführt worden war und es bald große Probleme mit Unkräutern und üppig wuchernden Gräsern gab.

Um diesen Fehler zu vermeiden, haben wir uns entschieden, unsere Bienenwiese in Abschnitte einzuteilen und pro Abschnitt werden nur wenige verschiedene Pflanzenarten in Reihen gesät oder gepflanzt. So haben wir die Möglichkeit zu hacken und bei Bedarf zu jäten und können das Unkraut jederzeit kontrollieren. Sät man dagegen breitwürfig aus, das übliche Verfahren, hat man keine Möglichkeit mehr einzugreifen, zumal auch den meisten Gärtnern die Wildkräuter unbekannt sind und deshalb möglicherweise selbst für Unkraut gehalten werden. In den Folgejahren können sich die angepflanzten Wildstauden dann von selbst ausbreiten.

Welche Pflanzen kultivieren wir?

Während der Planungsphase, in der die Pflanzenarten ausgesucht wurden, hat uns eine Heilpraktikerin darauf hingewiesen, dass von den 60 Kräutern, die wir allein auf ihren Gehalt an Nektar und Pollen ausgewählt hatten, 59 altbewährte Heilpflanzen sind. Sie fanden früher in der Volksmedizin Anwendung. Man darf davon ausgehen, dass es für die Bienen heilsamer sein wird sich von solchen naturwüchsigen Nahrungs- und Heilpflanzen zu ernähren, als von den züchterisch beeinflussten Standardsorten der Blühstreifen. Allerdings bringen auch wir auf einem Teil der Fläche Gründündungspflanzen ein, da der Boden der Bienenwiese noch erschlossen werden muss. Aber nur solche, die auch gute bis sehr gute Bienenweideeigenschaften haben.



Kontakt:

parrnitzke.dahlem@t-online.de                                                

                  Telefon: 05851-7848